Angelehnt an das Schulische Enrichment Modell (SEM) von Renzulli/Reis/Stedtnitz (2001) gibt es ein dreistufiges Lernangebot: "Schnupperangebot", "Kochkurs", "Festmahlzeit".
1. Lernstufe ("Schnupperangebot")
Ein solches Lernangebot greift Erfahrungen und Aktivitäten der Schüler auf, die normalerweise kaum im Unterricht berücksichtigt werden.
Hier bietet sich den teilnehmenden Schülern die Möglichkeit, neue Interessen zu finden, neue Kenntnisse zu erlangen sowie neue Lernerfahrungen (Erlebnisorientierung, Handlungsorientierung, etc.) zu sammeln.
2. Lernstufe ("Kochkurs")
Lernangebote dieser Stufe wollen weiterführende Denkprozesse und soziale Kompetenzen fördern. Hier sollen die Schüler die Fähigkeit kreativen Denkens ausbauen, problemlösend arbeiten sowie kritisches Denken entwickeln. Grundvoraussetzung ist, dass dafür notwendige Lerntechniken eingesetzt werden. Gefühle wie Empfindungsvermögen, Verständnis und Wertschätzung sollen bewusst sein oder werden und das eigenen Handeln bestimmen. Indem die Schüler ihre erarbeiteten Ergebnisse aufbereiten und öffentlich vorstellen, erlernen sie professionelle Präsentationstechniken.
3. Lernstufe ("Festmahlzeit")
Diese Stufe ist geprägt durch Professionalität im Lernen. Die Schüler agieren wie Profis. Das erlernte Wissen, ihre Kompetenzen und Erfahrungen und ihr Engagement können aktiv angewendet werden. Durch die Planung, Umsetzung und Evaluation eigener Projekte werden Selbstvertrauen, Eigenständigkeit und Kreativität sowie kreative Konfliktlösung und Kommunikationsfähigkeit erlangt. Managementtechniken wie z. B. Projektmanagement, Zeitmanagement, Ressourcenanalyse, Profilanalyse werden zur Grundlage des selbstbestimmten Lernens.
Die Lernangebote am Nachmittag ermöglichen es, zunehmend interdisziplinär zu arbeiten. Die zeitliche Strukturierung richtet sich nach dem jeweiligen Inhalt und Umfang. Gruppendynamische Prozesse können beim Lehren und Lernen stärker berücksichtigt. Die bewusste Reflexion des eigenen Handelns und Verhaltens stärkt die sozialen Kompetenzen.
Durch die Altersmischung in den Gruppen wird von und miteinander gelernt.
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