|Die Projektgruppe Agenda21

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Umwelterziehungskonzept

Umwelterziehung ist Bestandteil des Schulprogramms und hat ihren Platz in zahlreichen unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Kontexten. Alle diesbezüg-lichen Aktivitäten orientieren sich am Prinzip der Nachhaltigkeit. Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung ist, dass die Schülerinnen und Schüler Urteils- und Bewertungskompetenzen erlangen, die ihnen einen verantwortungsbewussten Um-gang mit den begrenzten Ressourcen ermöglichen…

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Am Geschwister-Scholl-Gymnasium hat sich Umwelterziehung in folgenden Bereichen etabliert: Ressourcenschonung, Naturerfahrung und Umweltschutz.

Dem Aspekt der Ressourcenschonung wird Rechnung getragen, indem Müll vermieden und partiell getrennt wird. In der jetzigen Klasse 5 wird die dreigliedrige Trennung wieder eingeführt. Ebenso werden seit mehreren Jahren Druckerpatronen gesammelt und dem Recycling zugeführt. Es wurde ein Vertrag mit dem Schulträger geschlossen, der der Schule 70% der durch bewusstes Abfallmanagment eingesparten Kosten vergütet. Die dadurch erzielten Beträge werden gezielt für weitere Projekte im Kontext Nachhaltigkeit verwendet. In der Vergangenheit konnte durch die Mülltrennung und Recycling eine Müllreduktion erzielt werden. Weiterhin bemühen wir uns, die Schülerinnen und Schüler zur sparsamen Nutzung von elektrischer Energie zu erziehen, z.B. durch farbig markierte Lichtschalter in den Klassen- und Fachräumen. Momentan arbeiten wir daran, in Kooperation mit der Lokalen Agenda 21 in Pulheim einen Vertrag mit dem Schulträger zu erwirken, der das Ausschöpfen von Energiesparpotentialen honoriert (sogenanntes „Klasse-Projekt“). Fernerhin vermitteln wir den Schülerinnen und Schülern Einsichten in die Bedeutung regenerativer Energieerzeugung, sowohl im unterrichtlichen Kontext (z.B. NW+) als auch durch praktische Anschauung in Form einer Fotovoltaikanlage nebst einer zentral angebrachten Anzeigetafel.

Der zweite Aspekt des Umwelterziehungskonzeptes, Naturerfahrung , kommt in den Projekten „Naturerfahrung mit allen Sinnen“, „Ticket to Nature“, der Schul-hofgestaltung sowie der Einbeziehung des Schulgartens zum Tragen. In schulnahen Naturräumen (Pulheimer Laache, Orrer Wald und Chorbusch) werden praktische Untersuchungen durchgeführt, die den Schülerinnen und Schülern natürliche Zusammenhänge konkret fühl- und verstehbar machen. Im Rahmen der Projekt- und Fahrtenwoche befassen sich alle Klassen der Jahrgangsstufe 8 an mehreren Tagen mit dem Thema Wasser und arbeiten an außerschulischen Lernorten wie Naturschutzzentrum Nettersheim und Naturgut Ophoven.

Im Bereich Umweltschutz engagiert sich die Schule inner- wie außerschulisch.
Aktuelle Aktivitäten sind das Vorhaben „Artenvielfalt fördern in Pulheim“, bei dem die Schülerinnen und Schüler in Zusammenarbeit mit einer lokalen Stiftung eigenständig Biotope planen und praktisch umsetzen und in Zukunft begleiten werden . Das fächerübergreifende „Pulheimer Bach“ (ebenfalls in Kooperation mit außerschulischen Partnern) lässt für die Schülerinnen und Schüler neben Naturerfahrung auch praktizierten Umweltschutz (etwa durch die Aussetzung von Edelkrebsen) erlebbar werden. Auch die Arbeit im Schulgarten dient dem Erhalt bzw. der (Wieder)herstellung von Lebensgrundlagen für eine vielfältige Lebens-gemeinschaft. Beispielhaft sind zu nennen der Bau eines „Insektenhotels“, die Anlage einer Trockenmauer sowie die Arbeiten am Schulteich. Daran sind neben der Schulgarten-AG verschiedene Lerngruppen beteiligt.
Durch verschiedene Veranstaltungen (z.B. Filmvorführung und Diskussion mit Energieexperten, Teilnahme an Klimaschutzstaffel) sollen die Schülerinnen und Schüler auch weiterhin für den Klimaschutz sensibilisiert werden.

Wo immer möglich, wird versucht, die Umwelterziehung fächerübergreifend einzubinden. Neben dem Pulheimer Bachprojekt wurde das Thema „Artenvielfalt „ parallel in den Fächern Biologie und Deutsch (Teilnahme an der Aktion ZiSch (Zeitung Schule) erarbeitet . Eine Klasse der Jahrgangsstufe 8 nahm aktiv an einer Podiumsdiskussion mit namhaften Experten zum Thema Artenvielfalt teil .
In den Jahrgangsstufen 8/9 besteht für SchülerInnen die Möglichkeit, das Differenzierungsangebot „Bilinguales Sachfach“ wahrzunehmen. Dort werden unterschiedliche Themen aus dem Bereich Geographie/ Sozialwissenschaften / Biologie in englischer Sprache durchgeführt. Das Unterrichtsvorhaben „Sustainable development“ beinhaltet auch praktische ökologische Untersuchungen. Im Kontext mit den übrigen Inhalten können die KursteilnehmerInnen vernetztes Denken, ohne das nachhaltige Bildung nicht praktiziert werden kann, einüben.

Entscheidend für die Zukunft wird sein, dass es gelingt, die Umwelterziehung in allen Bereichen der Schulgemeinschaft zu verankern und die o.a. Bausteine weiterzuentwickeln, um einen kontinuierlichen Bildungsprozess zu ermöglichen. Eine wichtige Aufgabe wird sein, den Nachmittagsbereich im gebundenen Ganztag für die Umwelterziehung zu nutzen. Den inhaltlichen Rahmen dazu bildet das Agenda21-Konzept.
Die Praxis der Bildung für Nachhaltigkeit im Rückblick…

Nachhaltige Bildung am Geschwister-Scholl-Gymnasium

Seit 10 Jahren wird am GSG im Sinne nachhaltigen Handelns gearbeitet.
Nachdem über aktuelle Vorhaben/Projekte informiert wurde, kurz ein Rückblick auf die Arbeit der vergangenen Jahre. Den Rahmen dafür bildet das Schulprogramm, in die der Weiterentwicklung nachhaltiger Ansätze gleichberechtigter Baustein neben der Unterrichtsentwicklung ist.

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Den Rahmen dafür bildet das Schulprogramm, in die der Weiterentwicklung nachhaltiger Ansätze gleichberechtigter Baustein neben der Unterrichtsentwicklung ist. Unser Verständnis von Nachhaltigkeit ist ein ganzheitliches, d.h. außerunterrichtlicher und unterrichtlicher Bereich dürfen nicht isoliert gesehen werden, unabdingbar für verantwortungsvolles Handeln ist die kontinuierliche Verzahnung dieser Bereiche.
Bevor über aktuelle Vorhaben/Projekte informiert wird, kurz ein Rückblick auf die Arbeit der vergangenen Jahre.
Im Jahre 2000 beschloss die Lehrerkonferenz, sich an der Kampagne „Umweltschule in Europa“ zu beteiligen. Inhaltlicher Schwerpunkt war zunächst Ressourcenschonung, konkret angegangen mit der Abfalltrennung und Bemühungen um Energieeinsparung/Effizenz. Eine Schülerarbeitsgemeinschaft befasste sich mit der Förderung des Energiebewusstsein, der Energieverbrauch wurde kontrolliert, Klassen und Lehrer durch verschiedene Aktivitäten (Energiedetektive, Kennzeichnung von Schaltern usw.) über energiebewusstes Verhalten aufgeklärt. Gleichzeitig wurde der Schulträger dazu bewogen, in nachhaltige Energie (Photovoltaik) zu investieren.
Diese Einzelaktivitäten wurden 2002 mit der Einrichtung einer regelmäßig tagenden Gruppe aus Schülern, Eltern und Lehrern („Team Umwelt und Schule“) gebündelt.

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Als drittes Aktionsfeld wurde die Umgestaltung des Schulgeländes in Angriff genommen.

Mit diesen Fortschritten fühlten wir uns ermutigt, an der Kampagne „Agenda 21 in der Schule“ teilzunehmen. Erstes Ergebnis dieser Bemühungen waren die Einsparung an Müllvolumen, die der Schule bis heute vom Schulträger finanziell vergütet wird und eine –leider nur vorübergehende – Verbesserung der Sauberkeit im Schulgebäude. Weiter wurde auf dem Schulfest 2004 der mit großem Anteil an Eigenarbeit von E/S/L gebaute Seilgarten eingeweiht. (link)

http://gsg.intercoaster.de/ic/page/759/dasteamumweltschuletusch_schulhofumgestaltung.html


Dafür erhielten wir 2005 als Anerkennung die Auszeichnung „Agenda 21 in der Schule“ von Umweltministerin Höhn überreicht. (link)

http://gsg.intercoaster.de/ic/page/474/2004zertifizierungalsagenda21schule.html


Der Arbeitsprozess setzte sich in den folgenden Jahren fort, wobei auch die Fachschaft mit ihrem Konzept „Bewegte Schule“ und der Installation zahlreicher Bewegungsangebote maßgeblich zur Weiterentwicklung beitrug. Parallel dazu wurde der Innenhof neu gestaltet und der Bereich „Energieeffizienz“ weiterverfolgt . Folgerichtig erhielten wir 2008 die Auszeichnung „Agenda21 in der Schule“-Schule der Zukunft.

http://gsg.intercoaster.de/icoaster/files/zertifikatagenda2.pdf
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