|Das GSG baut um

Überblick


|Aktuell:

Aktuelles, Termine, Veranstaltungen

  • Di, 24. November 2015, 18 Uhr: Präsentation des Abschlussberichts zur Machbarkeitsstudie im Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Freizeit (Ort: Rathaus der Stadt Pulheim, Ratssaal)
  • Fr, 4. September 2015, 13:30 bis 17 Uhr: Workshop 3 - Einladung zum Download (pdf)
  • Fr, 21. August 2015, 8:30 bis 15:30 Uhr: Pädagogischer Tag - das Programm als pdf-Download finden Sie hier.
  • Fr, 22. Mai 2015, 13:30 bis 17 Uhr: Workshop 2
  • Fr, 20. März 2015, 13:30 bis 17 Uhr: Workshop 1 - Folien zum Download (pdf, ca. 1,8 MB)
  • Fr, 23. Januar 2015, 13:30 Uhr: Treffen der Projektgruppe Das GSG baut um - Raum 123
  • Fr, 21. November 2014: Treffen der Projektgruppe Das GSG baut um - Raum 123 --- Folien zur Sitzung (pdf-Download, ca. 1,7 MB)
  • Di, 4. November 2014: Der Rat der Stadt Pulheim beschließt einstimmig, das Architekturbüro schneidermeyer (Köln, Stuttgart) mit der Erstellung der Machbarkeitsstudie zu beauftragen
  • Do, 23. Oktober 2014: Exkursion zu beispielhaften Schulbauten in NRW; Anmeldung hier (externer Link)
  • Mi, 10 September 2014: Treffen der kommunalen Projektgruppe: Vorstellung der Architektenbüros
  • Fr, 29. August 2014, 13:30 bis 15:30 Uhr: Treffen der Projektgruppe Das GSG baut um - Raum 123 - Folien zur Sitzung: hier als pdf-Datei downloaden
  • Fr, 27. Juni 2014, 13:30 bis 15:30 Uhr: Treffen der Offenen Arbeitsgruppe Das GSG baut um - Raum 123
  • Do, 22. Mai, 18 Uhr: Schulentwicklungsplenum zum Thema Umbau und Sanierung der Schule, offen für alle Interessierte aus der Schulgemeinschaft - Raum 140
  • Mi, 14. Mai 2014, 13 bis 16 Uhr: Dr. Karlheinz Imhäuser / Montag-Stiftung Jugend und Gesellschaft; Vortrag mit anschließender Diskussion; Dienstbesprechung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, offen für Interessierte aus der Schulgemeinschaft - bitte anmelden unter buero@scholl-gymnasium.de - Study Hall
  • Fr, 2. Mai 2014, 13:30 bis 15:30 Uhr: erste Sitzung der neuen offenen Arbeitsgruppe "Das GSG baut um" - Raum 123 - Folien zur Sitzung (Download pdf)

Einleitung



Wie kann ein Schulgebäude, das in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts nach Prinzipien einer mittlerweile nicht mehr zeitgemäßen Pädagogik errichtet wurde, so gestaltet werden, dass Kinder und Jugendliche hier kompetent werden können für die Herausforderungen des 21 Jahrhunderts? Diese Frage bildet den grundlegenden Ausgangspunkt für die Planungen zum bevorstehenden Umbau und zur Sanierung des Schulgebäudes.

Auf dieser Internetseite können Sie sich über das Projekt der Sanierung und des Umbaus des Geschwister-Scholl-Gymnasiums als Teil des Schulzentrums Pulheim-Mitte informieren. Sie können etwas erfahren über den Prozess der Annäherung an dieses Vorhaben, den die Schulgemeinschaft seit dem Jahr 2008 gestaltet. Sie können die wesentlichen Meilensteine dieses Prozesses von einer ersten Zukunftswerkstatt über die Etablierung des Projekts „Das GSG blüht auf“ bis hin zum Einstieg in die so genannte Phase Null der Planung des Umbaus mit der Beauftragung einer Machbarkeitsstudie durch die Stadt Pulheim nachvollziehen. Dazu gehören die Darstellung des zugrunde liegenden pädagogischen Konzepts ebenso wie die Überlegungen hinsichtlich zukünftiger Strukturen von Organisation und Kooperation am GSG. Informationen über aktuelle Termine sowie eine Zusammenstellung maßgeblicher Literatur sollen Transparenz schaffen und Partizipation ermöglichen. Um von Beginn des Prozesses an ein hohes Maß an Transparenz zu gewährleisten und um allen Interessierten aus der Schulgemeinschaft den Mitvollzug und die aktive Mitwirkung zu ermöglichen, werden in der Rubrik "Aktuelles" die Termine der Arbeitsgruppentreffen, Fortbildungen, Workshops und ähnlicher Veranstaltungen veröffentlich. Dies ist eine ausdrücklich Einladung an alle Mitglieder der Schulgemeinschaft, den Prozess des Umbaus und der Sanierung kritisch-konstruktiv zu begleiten und mitzugestalten.

Eine Übersicht über die wichtigsten Aspekte und die bisherigen Schritte im Prozess vermittelt eine Powerpoint-Präsentation. Zum Herunterladen der Präsentation klicken Sie bitte hier (ca. 6 MB).

Ihre Fragen, Ihre Kritik und Ihre Anregungen sind uns wichtig. Bitte schreiben Sie an den Gebäudemanager Friedrich Dörffler bzw. an die Schulleitung: buero@scholl-gymnasium.de.




Das pädagogisch-architektonisch Konzept des Schulgebäudes: eine Flurschule für den Halbtagsbetrieb



Das Gebäude des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, gebaut in den frühen 70er Jahren des 20. Jahrhunderts, ist eine klassische Flurschule für den Halbtagsbetrieb eines Gymnasiums: fast alle der auf einem einheitlichen Grundriss basierenden und nahezu identisch ausgestatteten Klassen- und Kursräume sind in den so genannten Klassentrakten links und rechts langer Flure aufgereiht.



Es gibt eine klare Trennung zwischen innen (= Klassenräume, Fachräume, Verwaltungs- und Arbeitsräume) und außen (= so genannte Verkehrsflächen wie Flure und Treppenhäuser, die ursprünglich nur dem schnellen Erreichen der Klassenräume dienen und keine spezifische Aufenthaltsqualität bieten). Der funktionalen und architektonischen Gestaltung des Schulgebäudes liegt die Annahme zugrunde, dass altersgleiche Lerngruppen à 20 bis 30 Personen auf einem annähernd gleichen Leistungsniveau für einen Zeitraum von 45 Minuten von einer Lehrperson in einem konkreten Fach unterrichtet werden. Unterbrochen durch ein oder zwei Pausen von ca. 15 bis 25 Minuten geschieht dies pro Schultag sechs- bis siebenmal. Die vorherrschende Unterrichtsform ist dabei der lehrerzentrierte, fragend-entwickelnde Unterricht, die Tafel ist das zentrale Medium der Veranschaulichung, Informationen werden von der Lehrkraft dargeboten bzw. den Schulbüchern entnommen. Für den Unterricht in Musik, Kunst und den Naturwissenschaften stehen Fachräume zur Verfügung, die ebenfalls für den lehrerzentrierten Frontalunterricht konzipiert sind.
Die Schülerinnen und Schüler verbringen ihre Pausen diesem architektonischen Konzept folgend außerhalb des Gebäudes auf den Schulhöfen, Räumlichkeiten für Freizeit und Erholung sind nicht vorgesehen.

Die vier Bauteile mit den Klassentrakten gruppieren sich um ein dreigeschossiges überdachtes Atrium (die Pausenhalle) mit umlaufenden Gängen (Galerien) im ersten und zweiten Obergeschoss. Diese „Mitte“ der Schule, die bei entsprechender Bestuhlung für Veranstaltungen nutzbar ist, kann im Erdgeschoss von drei Seiten betreten werden. Die Nutzung der Pausenhalle für Veranstaltungen wird durch die fehlende akustische Dämmung stark eingeschränkt. Von innen münden in die Pausenhalle auf allen drei Etagen die Flure bzw. Treppenhäuser der vier Bauteile.




Die Phase der Kritik: Zukunftswerkstatt, Blick über den Zaun und Schulentwicklungspreis

Ein Blick in den Schulalltag im Jahr 2014 macht deutlich, dass das dem Gebäude zugrunde liegende architektonische Konzept aus den 70er Jahren nicht mehr der aktuellen pädagogischen Praxis entspricht. Dies wird u. a. an den folgenden Aspekten deutlich:

Seit 2008 ist am Geschwister-Scholl-Gymnasium die Kritik an den Unzulänglichkeiten des Schulgebäudes immer deutlicher formuliert worden. Dabei ging es zunächst eher um das ästhetische Erscheinungsbild der Schule und den wachsenden Sanierungsstau im Schulgebäude. Mehr und mehr rückte aber auch die Frage in den Vordergrund, inwieweit die Räumlichkeiten den veränderten pädagogischen Konzepten noch Rechnung tragen können. Hinsichtlich der Kritik am Zustand des Schulgebäudes lassen sich mehrere Meilensteine benennen:



(Skizzen aus der Zukunftswerkstatt 2008)




Die Vorgeschichte - Das GSG blüht auf … zu einer schönen und sauberen Schule



Die interne Kritik sowie die externen kritischen Rückmeldungen hinsichtlich der Räumlichkeiten der Schule führten Ende 2009 dazu, die Gestaltung des Schulgebäudes und des Schulgeländes als zentrales Ziel in das Schulprogramm aufzunehmen. Die wesentlichen Ziele des Projekts „Das GSG blüht auf“ bestanden und bestehen darin, eine Sensibilität für die Bedeutsamkeit des „Raums als dritter Pädagoge“ zu schaffen und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Erscheinungsbildes und der Ausstattung der Räumlichkeiten umzusetzen. Hierzu gehören u. a. die Verschönerung bzw. der Neuanstrich von Räumen und Fluren, die Schaffung von Sitz- und Arbeitsmöglichkeiten in den verschiedensten Bereichen des Schulgebäudes, die systematische Neuausstattung von Klassen- und Kursräumen mit adäquatem Mobiliar, die Einführung der „GSG Kehrwoche“, die Pflege von Teilen des Schulgeländes und vieles andere mehr. Wichtig von Beginn war die aktive Einbeziehung von Mitgliedern aller Gruppen der Schulgemeinschaft (etwa im Rahmen der so genannten „Werk- und Projekttage“) sowie die Nutzung externer Ressourcen (Sponsoring).

Trotz vieler Erfolge in den genannten Bereichen wurde aber auch bald deutlich, dass eine wirklich grundlegende Verbesserung der räumlichen Ressourcen, der technischen Ausstattung und des ästhetischen Erscheinungsbildes nur im Zuge einer Sanierung bzw. eines Umbaus des Schulgebäudes möglich werden. Infolgedessen suchten wir den Kontakt zum Schulträger und führten Gespräche mit Vertretern aus Politik und Verwaltung. Gemeinsam mit diesen reisten wir zu Schulen in der Region, bei denen ein Umbau bzw. eine Sanierung bereits durchgeführt worden sind. Kontakte wurden geknüpft zu Architekten und zur Montag-Stiftung, die Schulen und Kommunen bei Schulbauprojekten unterstützt und fachlich begleitet. Diese Aktivitäten mündeten im Oktober 2012 schließlich in den Beschluss des Rates der Stadt Pulheim, eine Machbarkeitsstudie zum Umbau und zur Sanierung des Schulzentrums in Auftrag zu geben (s. u.).

Eine ausführliche Darstellung zum Projekt „Das GSG blüht auf“ finden Sie hier (interner Link).


Teamarbeit in überschaubaren Organisationseinheiten - Teams und Strukturen 201x

Die empirische Schulforschung hat vielfach den Befund erbracht, dass eine funktionierende Teamarbeit bzw. eine gute Kooperation der Lehrkräfte und der weiteren pädagogischen Mitarbeiter/innen zentrale Gelingensbedingungen für gute Schule sind. Möglichst optimale Lernergebnisse, aber auch die Gesundheit bzw. das Wohlbefinden aller in einer Schule lernenden bzw. arbeitenden Menschen werden durch gute Teamstrukturen innerhalb einer Schule gefördert.

Eine wesentliche Voraussetzung für gelingende Teamarbeit in der Schule sind überschaubare Strukturen, innerhalb derer die beteiligten Personen Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen und Beziehungen gestalten können. Insofern liegt es nahe, dass der grundlegende Umbau einer sehr großen Schule mit über 1.500 Schülerinnen und Schülern und etwa 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dazu genutzt werden muss, die räumlichen Voraussetzungen für Teamarbeit und Kooperation in überschaubaren Strukturen zu schaffen. Daher wurde nach dem Beschluss des Stadtrates zur Ausschreibung einer Machbarkeitsstudie zu Beginn des Jahres 2013 eine Gruppe von ca. 15 Mitarbeiter/innen gebildet, die sich ein Jahr lang mit der Frage nach möglichen bzw. pädagogisch sinnvollen Strukturen, innerhalb derer sich Teamarbeit und Kooperation vollziehen können, auseinandergesetzt hat („Teams und Strukturen 201x“).

Als grundlegende organisatorische und räumliche Form für überschaubare, teilautonome Systeme innerhalb der großen Schule wurde das Modell des Clusters herangezogen. Ein Cluster wird verstanden als eine eindeutig identifizierbare räumliche Einheit, in der Lern- und Unterrichtsräume sowie Bereiche zur Differenzierung, zur Begegnung und Erholung für ca. 150 bis 180 Schülerinnen und Schüler zusammengefasst sind. Für die Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I (Klassen 5 bis 9) ist die Gruppe von drei möglichen Clustertypen ausgegangen (horizontal, vertikal und mixed).





Für bestimmte pädagogische Anforderungen, vor allem in den unteren Klassen bzw. in integrativen Lerngruppen, ist auch der Prototyp „Klassenraum plus“ denkbar, bei dem zwei Klassenräume durch einen gemeinsam nutzbaren Differenzierungsraum ergänzt werden. Für die Lerngruppen in der Sekundarstufe II schließlich kommt der Typus „Offene Lernlandschaft“ in Betracht, bei dem die traditionell geschlossenen Kursräume zugunsten vielfältig gestalteter offener Lernbereiche mehr oder weniger aufgelöst werden.

Eine ausführliche Darstellung der drei genannten Prototypen findet sich in der Veröffentlichung „Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland“, herausgegebenen von den Montag-Stiftungen Jugend und Gesellschaft und Urbane Räume sowie dem Bund deutscher Architekten und (BDA) und dem Verband Bildung und Erziehung (VBE), S. 12ff. (http://www.paedagogische-architektur.de/fileadmin/userupload/VOELeitlinien_LLS.pdf).

Dieser Veröffentlichung sind auch die folgenden drei Abbildungen entnommen.


(Modell "Klassenraum plus")

(Modell "Cluster")

(Modell "Offene Lernlandschaft")



Phase Null und Machbarkeitsstudie

Der Beschluss des Rates der Stadt Pulheim vom Oktober 2012, eine Machbarkeitsstudie für den Umbau und die Sanierung des Schulzentrums Pulheim in Auftrag zu geben, ist ein zentraler Meilenstein im hier beschriebenen Prozess. Der Schulträger stellt 135.000,-€ bereit, um ein Planungsbüro damit zu beauftragen, die baulichen, demographischen und pädagogischen Voraussetzungen zu ermitteln und die Schule bzw. den Schulträger bei der Entwicklung konkreter Vorstellungen für den Umbau des Schulzentrums zu beraten (so genannte Phase Null). Diese sollen dann in ein Raumprogramm übersetzt werden, dessen Realisierung in der zu erstellenden Machbarkeitsstudie beschrieben wird.

Durch die Bewerbung der Stadt Pulheim im Rahmen des Wettbewerbs Schulen planen und bauen der Montag Stiftungen Jugend und Gesellschaft und Urbane Räume konnten Kontakte zu Expert/innen im Bereich moderner Schulbau bzw. pädagogische Architektur geknüpft werden.

Die Leitlinien für die Gestaltung der Phase Null sowie die Zehn Thesen als zentrale Herausforderungen für die Partner/innen im Schulbau der Montag Stiftung werden als Grundlagen für die Entwicklung und Umsetzung des gesamten Projekts herangezogen. Gleiches gilt für die vom Schulverbund „Blick über den Zaun“ (BüZ) herausgegebene Arbeitshilfe für Pädagogen und Architekten, in der auf der Grundlage der „Standards für eine gute Schule“ des BüZ zentrale Handlungsempfehlungen für modernen und pädagogisch sinnvollen Schulbau formuliert werden.

Die genannten grundlegenden Veröffentlichungen bilden auch die Basis für die von der Schulleitung des GSG ausgearbeitete pädagogische Bestandsaufnahme, an der sich die konzeptionellen Überlegungen in der Phase Null orientieren sollen. Zudem hat die Schulleitung eine Präsentation zu den „Rahmenbedingungen, Standards und Perspektiven im Vorfeld der Erstellung der Machbarkeitsstudie“ vorgelegt. Die Schulkonferenz hat in ihrer Sitzung am 3. Dezember 2014 ein Papier verabschiedet, welches die Erwartungen der Schulgemeinschaft gegenüber der Machbarkeitsstudie zusammenfasst.

Der Rat der Stadt Pulheim hat im November 2014 das Architektenbüro schneidermeyer (Köln / Stuttgart) mit der Erstellung der Machbarkeitsstudie beauftragt.




Literatur und Links

» Seite druckenSeite zuletzt geändert am 27.11.15 11:07 Uhr