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30.01.2013:

GSG und Marion-Dönhoff-Realschule schließen Kooperationsvertrag


von links nach rechts: Bürgermeister Frank Keppeler, Schulleiter Andreas Niessen, Schulleiterin Walburga Hövel-Burckhart, Marianne Spille (Bezirksregierung Köln)
Bild: Stadt Pulheim

Schon seit mehreren Jahren arbeiten die Marion-Dönhoff-Realschule und das GSG am Schulzentrum "Campus Mitte" in bestimmten Bereichen zusammen. Im Rahmen des vom Rat der Stadt Pulheim verabschiedeten Konzepts zur Weiterentwicklung der Schullandschaft haben beide Schulen jetzt einen formellen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Kultur- und Medienzentrum setzten Bürgermeister Frank Keppeler, die Schulaufsichtsbeamtin Marianne Spille sowie die beiden Schulleiter/innen Walburga Hövel-Burckhart und Andreas Niessen ihre Unterschriften unter den Kooperationsvertrag.

Pulheims Bürgermeister Keppeler würdigte in seinem Grußwort das Bemühen beider Schulen, die Durchlässigkeit und die Vernetzung in der Pulheimer Schullandschaft zu verbessern. Den Kooperationsvertrag bezeichnete er als Meilenstein hin zu einer noch vielgestaltigeren Bildungsangebot in der Stadt.

Wesentliche Bestandteile der Kooperation seien die verantwortungsvolle Gestaltung der Übergänge zwischen den Schulformen- und Stufen, so die beiden Schulleiter in ihrer gemeinsamen Ansprache. Walburga Hövel-Burckhart und Andreas Niessen bezeichneten die Beratung der Eltern beim Übergang von der Grundschule in die weiter führende Schule und die Vorbereitung von Schülerinnen und Schülern der Realschule auf den Wechsel in die gymnasiale Oberstufe als die zentralen Elemente der Zusammenarbeit. So bieten Lehrkräfte beider Schulen gemeinsam Kurse an der Realschule in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Italienisch an, um so den Realschülerinnen und -schülern die Gelegenheit zu geben, Inhalte und Methoden des Lernens in der Oberstufe kennenzulernen. Auch in Projekten wie der Senioren-Akademie FUKS und einer gemeinsamen Chemie-AG vollzieht sich die Zusammenarbeit beider Schulen.

In den kommenden Jahren wird unter anderem durch den bevorstehenden Umbau des Schulzentrums die Kooperation zwischen GSG und MDR noch intensiviert werden. Für das Haushaltsjahr 2013 hat der Rat der Stadt Pulheim einen sechsstelligen Betrag zur Finanzierung einer Planungs- und Machbarkeitsstudie für Sanierung und Umbau beider Schulen bereit gestellt. Zusätzlich bewirbt sich die Schule mit dem Projekt Campus Mitte beim renommierten Wettbewerb Schulen planen und bauen der Montag-Stiftung. Inklusion, Ganztag und moderen Formen des Unterrichts sind die zentralen Arbeitsfelder, die bei einem Umbau des Schulzentrums zu berücksichtigen sind. Um Kosten zu sparen, wird beispielsweise die gemeinsame Nutzung besonderer Räumlichkeiten (Mensa, Bibliothek / Selbstlernzentrum, Fachräume) stärker als bisher in den Blick zu nehmen sein. Ein Beispiel hierfür ist auch die Tagespflegeeinrichtung für U 3 - Kinder in den Räumlichkeiten des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Seit Oktober 2012 werden hier Kinder von Lehrkräften beider Schulen von Tagesmüttern bzw. Erzieherinnen betreut.

Walburga Hövel-Burckhart und Andreas Niessen wiesen in ihrer Ansprache auch auf die Gemeinsamkeiten der Namensgeber/innen beider Schulen hin. Wie die Geschwister Sophie und Hans Scholl, die ihren Widerstand gegen das NS-Regime mit dem Tod bezahlten, wandte sich auch Marion Gräfin Dönhoff gegen die Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten. Nach dem Krieg setzte sie sich bis zu ihrem Tod im Jahr 2002 engagierte sie sich für eine freiheitliche und gerechte Gesellschaft.

Umrahmt wurde die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung von einem musikalischen Beitrag, der von den Chören beider Schulen dargeboten wurde.Die Schüler des gemeinsamen Chemiekurses zeigen einen im Unterricht entstanden unterhaltsamen Film zum Thema Sicherheitsvorkehrungen im Chemielabor.



gsg


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» Seite druckenSeite zuletzt geändert am 12.07.18 14:14 Uhr