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09.11.2014:

Flugsicherungs-Simulator wird abgebaut

Das Projekt "grips-Kurs Flugsicherung" war sicherlich ein an deutschen Schulen einmaliges Projekt. Entstanden aus der Idee zweier Schüler, eine am GSG eine virtuelle Flugschule einzurichten, entwickelte sich durch Kontakte zur Deutschen Flugsicherung (DFS) schließlich der Gedanke, eine bei der DFS nicht mehr benögte Simulationsanlage, an der angehende Fluglotsen trainiert wurden, ans GSG zu holen. Unterstützt durch Dorle Mesch, die seit 2003 die grips-Angebote der Schule koordiniert, wurde die aus mehreren Computern, PC-Bildschirmen und Radar-Bildschirmen bestehende Anlage von Langen bei Frankfurt nach Puheim transportiert und im Lagerraum für Landkarten der Schule aufgebaut. In der Folge boten ältere Schüler im Rahmen des grips-Programms Kurse für jüngere Schülerinnen und Schüler an, die an der Anlage Simulationen von Situationen im virtuellen Luftraum nachvollziehen konnten. Zu lernen gab es dabei die Funkersprache (selbstverständlich in englischer Sprache) und den Umgang mit den technischen Details der Anlage. Geschult wurden aber auch Kompetenzen wie Teamarbeit und Koopperationsfähigkeit, Entscheidungskompetenz, Koordinierungsfähigkeit usw. Um die Kurse auch dauerhaft über die Schulzeit der Initiatoren des Projekts anbieten zu können, wurden gezielt Trainer ausgebildet, die dann wiederum Kurse für jüngere Schülerinnen und Schüler durchführten. Trainiert wurde meist freitagsabends ab 18 Uhr, und über einen langen Zeitraum hinweg gab es eine beträchtliche Nachfrage nach diesen Angeboten.

Einer der Initiatoren der Schule war Martin Pleßa (Abitur 2008), der nach dem Abi am noch ein Jahr lang als Zivildienstleistender am GSG arbeitete und danach eine Ausbildung in der Luftfahrtbranche absolvierte. Vor allem Martin Pleßa ist es zu verdanken, dass das Projekt "grips-Flugsicherung" über mehrere Jahre hinweg fester Bestandteil des pädagogischen Angebots außerhalb des Fachunterrichts war (s. hierzu auch den Pressebericht im Kölner Stadtanzeiger aus dem Jahre 2007 - Link. Aufgrund der Tatsache, dass schließlich keine Trainer mehr gefunden werden konnte, werden die Kurse seit geraumer Zeit nicht mehr angeboten. Aufgrund des gestiegenen Raumbedarfs wurde die Simulationsanlage nun abgebaut, um den Raum künftig anderweitig nutzen zu können.

Die Tatsache, dass in der Schülerschaft keine Trainer mehr gefunden werden konnten, die an der Anlage ausgebildet werden, um dann Kurse für jüngere Schülerinnen und Schüler anbieten zu können, hängt sicherlich auch damit zusammen, dass im Zuge von G 8 die Freiräume insbesondere für ältere Schülerinnen und Schüler immer geringer werden. Die deutlich voller gewordenen Stundentafeln (ab der Stufe 9 schreiben die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen mindestens 34 Wochenstunden Fachunterricht vor) führen zu einer deutlichen höheren Inanspruchnahme der Lernenden durch die Belange des Fachunterrichts. Nur wenig Zeit bleibt dann noch für außerunterrichtliche Aktivitäten in der Schule oder auch in Vereinen etc. Das Geschwister-Scholl-Gymnasium versucht hier gegenzusteuern, indem Schülerinnen und Schüler innerhalb der Lernzeiten des Ganztages entsprechende Angebote wahrnehmen, außerschulische Angebote im Rahmen der so genannten "externen Drehtüre" nutzen bzw. die Projektkurse in der Stufe 11 / Q 1 belegen können. Auf diese Weise ist es nach wie vor möglich, sich in Projekten wie FUKS, Junior Projekt oder bei GSG One World zu engagieren. Zu lernen gibt es dabei eine Menge: mit anderen Menschen im Team arbeiten, Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen, Projekte planen, Öffentlichkeitsarbeit organisieren usw. Das Geschwister-Scholl-Gymnasium ist bestrebt, diese wertvollen Ergänzungen zu dem, was Schülerinnen und Schüler im Fachunterricht lernen können, auch weiterhin anzubieten bzw. nach Möglichkeit auch weiter auszubauen.

gsg

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» Seite druckenSeite zuletzt geändert am 12.07.18 14:14 Uhr