Der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I des Gymnasiums ist ein bedeutsamer Schritt in der Schullaufbahn Ihrer Kinder.
Er bringt für die Mädchen und Jungen eine Reihe wichtiger Veränderungen mit sich, zum Beispiel die durch das Fachlehrersystem bedingte Gewöhnung an verschiedene Lehrkräfte, durch neue Fächer, eine größere Schule mit verändertem Umfeld und einem vielfältigen Schulleben, ältere Mitschülerinnen und Mitschüler und einen nach und nach wachsenden Anspruch an die Selbstständigkeit beim Lernen.
Methoden und Lernformen
Der Unterricht in der Erprobungsstufe (EP) knüpft an die pädagogische Arbeit der Grundschule an. Dabei werden die die positiven Erfahrungen der Grundschule mit den Formen des individualisierten und handlungsorientierten Lernens berücksichtigt. Beispiele hierfür sind Formen wie Partner- und Gruppenarbeit, Freiarbeit, Stationenlernen, Wochenplanarbeit und kleinere Projekte. Hier können die Schülerinnen und Schüler Selbstständigkeit im Lernen erwerben und trainieren.
Lernangebote der Ganztagsschule
Die vielfältigen Angebote der Ganztagsschule unterstützen den Wechsel auf die weiter führende Schule, dienen der individuellen Förderung und der Stärkung der Eigenverantwortlichkeit der Schülerinnen und Schüler. Die so genannten "Plus-Profile" (Latein plus, Deutsch plus, Naturwissenschaften plus), die Betreuung beim Eigenverantwortlichen Lernen, Arbeitsgemeinschaften und grips-Kurse sowie das Projekt Musik macht Schule sind wesentliche Elemente des Ganztagsangebotes am Geschwister-Scholl-Gymnasium. Ziel ist eine möglichst optimale individuelle Förderung und Begleitung eines jeden Kindes, die die jeweiligen Stärken fördert und Möglichkeiten zur Überwindung von Schwächen bietet (s. auch Konzept zur Individuellen Förderung). Die regelmäßige Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der Grundschulen des Einzugsbereichs im so genannten "Arbeitskreis Grundschule - Gymnasium" hilft, die jeweiligen Lernvoraussetzungen zu klären und ermöglicht so gezielte individuelle Unterstützung im Unterricht.
Lehrerinnen und Lehrer - Profis für Unterricht und Betreuung
In der EP stehen die Lehrerinnen und Lehrer noch sehr stark als Bezugspersonen im Vordergrund. Dem tragen wir Rechnung, indem die Kollegen/innen der schriftlichen Fächer ein Team bilden und jede Klassen von einem Klassenlehrer-Tandem geleitet wird. Vielfach unterrichtet die beiden Klassenlehrer Klassenlehrer mehrere Fächer in der Klasse und sind auch in der EVA-Betreuung eingesetzt, so dass sie für die Kinder präsent und ansprechbar ist. Alle Fachlehrer/innen der Klasse arbeiten als Team zusammen bei der Förderung und Entwicklung der überfachlichen Kompetenzen (so genannte Schlüsselkompetenzen) der Schülerinnen und Schüler. Hierzu hat die Schule den so genannten "Fahrplan der Lern- und Arbeitstechniken" (LEA) entwickelt.
Soziales Lernen - Teamarbeit, Beratung, Streitschlichtung
Die Etablierung und Entwicklung von Regeln des sozialen Miteinanders und von Routinen des kooperativen Lernens spielt eine wichtige Rolle bei der pädagogischen Arbeit mit den Klassen. Dies gilt gleichermaßen für den Unterricht selbst (z. B. verschiedene Formen der Partner- und Teamarbeit) wie für außerunterrichtliche Angebote. Hierbei wird auch die erzieherische und fachliche Kompetenz der in der Schule arbeitenden Beratungslehrkräfte (Dorle Mesch, Gustl Mathar, Hannes Loh) einbezogen (siehe auch schulpsychologische Beratung). Das GSG-Beratungsteam arbeitet eng zusammen mit außerschulischen Einrichtungen wie etwa der Erziehungsberatung und dem Jugendamt. Viele Lehrerinnen und Lehrer am GSG sind im so genannten Lions Quest - Programm geschult und verfügen über besondere Qualifikationen bei der Vermittlung der sozialen Kompetenzen. Darüber hinaus werden jährlich werden etwa 20 Schülerinnen und Schüler zu Streitschlichter/innen ausgebildet, die den Schülerinnen und Schülern der Stufen 5 und 6 als Ansprechpartner/innen zur Verfügung stehen (s. a. Die Streitschlichtung / Mediation). Außerdem übernehmen ältere Schülerinnen und Schüler in kleinen Teams Patenschaften für die Klassen der Erprobungsstufen. Dazu gehören Kontakte in den Vormittags- und Mittagspausen ebenso wie die Durchführung gemeinsamer Aktionen in der Freizeit (nähere Informationen zu den Schüler-Paten finden Sie hier.
Gestaltung der Lernumgebung
Auch die Einrichtung und Gestaltung des Klassenraums spielt eine wichtige Rolle bei der Schaffung einer positiven Lernatmosphäre. Gemeinsam mit den Eltern gestaltet die Klasse ihren Raum individuell und kreativ und nach den jeweiligen Bedürfnissen.
Vorbereitung auf das Gymnasium?
Immer wieder fragen Eltern, wie sie denn ihre Kinder besonders wirksam auf das Gymnasium vorbereiten können. Die Antwort hierauf ist gar nicht so schwer: neugierige, bewegungs- und kontakfreudige Kinder bereiten sich in der Regel selbst und auf ganz natürliche Weise auf das Lernen in der weiterführenden Schule vor. Eltern können sie dabei selbstverständlich unterstützen, z. B. indem sie gemeinsam (!) mit den Kindern den Fernseher aus dem Kinderzimmer verbannen (Prof. Manfred Spitzer: Bildschirme raus aus Kinderzimmern!). Anstelle von TV gibt es für Eltern viele Möglichkeiten, gemeinsam mit den Kindern deren Neugierde und Wissensdurst zu entwickeln: vorlesen, interessante Museen besuchen, ins Konzert gehen, Gesellschaftsspiele, Ausflüge, Sport ... Einige interessante Links:
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