Die wirksamste Prävention ist eine Schule, die den Schülerinnen und Schülern zugewandt ist, die Willkür und Machtausübung vermeidet, Verlässlichkeit garantiert und eine Vielzahl unterschiedlichster Gesprächs- und Beratungsangebote bereit hält. Dies ist auch am GSG sicherlich nicht jederzeit in optimaler Weise der Fall, aber es ist als Thema und als Auftrag von Schule im Blick, und zwar nicht nur von Seiten der Schulleitung. Lehrerinnen und Lehrer, die Schulleitung sowie das Beratungsteam (Frau Mesch, Frau Mathar, Herr Gramlich, Herr Loh) stehen als Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler sowie für Eltern zur Verfügung. Ein Flyer informiert über Beratungs- und Hilfsangebote innerhalb und außerhalb der Schule.
Es gibt eine Reihe von Erkenntnissen über die Genese von Amok-Vorfällen, die auch durch Fortbildungen den Lehrerinnen und Lehrern am GSG zugänglich gemacht werden. Das Beratungsteam (Herr Gramlich, Frau Mesch, Herr Loh) sowie die Schulleitung arbeiten bei der Gewaltprävention eng mit Experten wie etwa der Polizei, mit der Bezirksregierung, mit der Stadt Pulheim und mit Psychologen zusammen. Selbstverständlich werden auch für den hoffentlich nie eintretenden Ernstfall Vorkehrungen getroffen.
Im Folgenden sind einige Informationen zur Früherkennung besonderer Gefahrenlagen, insbesondere von Amok-Gefährdung, zusammengestellt.
- Nahezu jeder Amoklauf in der Vergangenheit ist durch den oder die Täter im Voraus angekündigt worden, zumeist im Internet. Potentielle Täter kommunizieren in aller Regel ihre Absichten. Bei fast allen bisherigen Amokläufen in Schulen haben die späteren Täter Mitschüler ins Vertrauen gezogen und über die geplante Tat informiert.
- Häufig erfolgt eine Bezugnahme auf ähnliche Ereignisse, z. B. die Amok-Taten in Columbine / USA, in Erfurt oder in Emstetten.
- Potentielle Amokläufer sind weniger durch offen geäußerte Aggression oder extrovertiertes Verhalten gekennzeichnet, sondern sind in vielen Fällen eher zurückhaltend, sensibel und unauffällig.
- Mögliche Amok-Täter fallen zudem häufig durch die Beschäftigung mit Waffen, ja durch einen regelrechten Waffenfetischismus, auf. Zumeist lassen sie auch eine ungewöhnlich intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Tod erkennen.
Weiterführende Informationen finden sich unter den folgenden Internet-Adressen:
www.i-p-bm.de
http://www.institut-psychologie-sicherheit.de/
http://www.system-sichere-schule.de/
http://www.gdp.de/gdp/gdpcms.nsf/id/dp200710/$file/DeuPol0710.pdf



