Erfolgreicher Weg der Schulentwicklung
Das Geschwister-Scholl-Gymnasium hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Viele der in den Schulprogrammen von 2001 und 2005 auf den Weg gebrachten Innovationen sind mittlerweile feste Bestandteile des Lernangebots der Schule geworden. Die Einrichtung des Trainingsraums, das EVA-Konzept für den Vertretungsunterricht, das Schüler-Coaching und die Konzepte zum überfachlichen Lernen sind nur einige Beispiele dafür. Auch das grips-Projekt als ressourcenorientiertes Konzept der individuellen Förderung ist mittlerweile ein etablierter Teil des Schulprogramms.
Nachhaltige Lernprozesse innerhalb und außerhalb des Unterrichts
Zunehmend rückt das Bemühen um die Förderung nachhaltiger Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler in das Zentrum der Entwicklung des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Hier wird deutlich, dass der im Kontext der Agenda 21 geprägte Begriff der Nachhaltigkeit auch für das (lebenslange) Lernen Bedeutung hat. Nachhaltige Lernprozesse werden zum einen im Fachunterricht angeleitet, finden aber auch in vielen schulischen Veranstaltungen und Angeboten außerhalb des Unterrichts statt. Beispiele dafür sind die Austauschprogramme, die Mediatoren-Ausbildung, die Sporthelfer-Ausbildung, der Schulsanitätsdienst, das FUKS-Projekt, die Junior AG sowie die zahlreichen grips-Kurse zu den unterschiedlichsten Themen.
Das Leitbild der Schule
Nach wie vor dient das 1999 von der Schulkonferenz verabschiedete Leitbild (Zivilcourage, fundierte Bildung, soziale Kompetenz) als übergeordnete Orientierung. Auf dem Weg zu einer fundierten Bildung erwerben Schülerinnen und Schüler im Fachunterricht und darüber hinaus Wissen und erleben sich als kompetent. Mit dem Leitbegriff der Zivilcourage verbindet sich das Bemühen, Kindern und Jugendlichen Wege zu einer autonomen und selbstbestimmten Persönlichkeit zu bahnen. Dem Grundbedürfnis nach sozialer Eingebundenheit schließlich dienen die vielfältigen Angebote zum Erwerb sozialer Kompetenz.
Zukunftskompetenz als zentrale Kategorie
Ausgehend vom Leitbild unserer Schule steht im Zentrum des Schulprogramms der Begriff der Zukunftskompetenz. Alle Bemühungen, die Schule zu verändern und zu verbessern, müssen sich daran messen lassen, inwiefern sie einen Beitrag leisten zum Erwerb von Zukunftskompetenz. Diese wiederum lässt sich unterteilen in Selbstkompetenz, soziale Kompetenz, Fachkompetenz sowie Methoden- und Medienkompetenz. Die Schule als lernende Organisation hat die Aufgabe, in einem Prozess die Ausbildung dieser Kompetenzen auf Seiten der Schülerinnen und Schüler so optimal und so nachhaltig wie möglich zu fördern.
Die aktuellen Baustellen der Schulentwicklung
Ein Blick auf die Baustellen des Schulprogramms macht deutlich, dass an vielen verschiedenen Stellen intensiv an der Umsetzung dieser Aufgabe gearbeitet wird. Die Etablierung von Methoden des kooperativen und individualisierten Lernens im Fachunterricht gehört ebenso dazu wie das Konzept der Fahrten- und Seminarwoche, die Stärkung des sozialen Lernens (Lions Quest), die Entwicklung eines Curriculums der überfachlichen Kompetenzen, die Etablierung eines Gesamtkonzepts zur individuellen Förderung und die Einrichtung des partiellen Ganztagsbetriebs.
Verlässlichkeit und Transparenz
Ein förderliches Miteinander der verschiedenen Gruppen in einer demokratischen Schule benötigt ein hohes Maß an Verlässlichkeit eingeführter Regeln und braucht Transparenz hinsichtlich der gültigen Absprachen und des Lernangebots. Am Geschwister-Scholl-Gymnasium werden daher nach und nach bereits bestehende Strukturen und Abläufe auch schriftlich fixiert. Dies gilt etwa für das Konzept zur Sicherung von Lernzeit, das Beratungskonzept oder das Konzept zur individuellen Förderung. Die Homepage der Schule dient dabei als zentrale Kommunikationsplattform.
Ausblick
In den kommenden Jahren wird sich die Schule einer Reihe von Herausforderungen und Innovationen stellen müssen. Ausgelöst durch das schlechte Abschneiden des deutschen Schulsystems bei den internationalen Vergleichsstudien (z.B. PISA) stehen zahlreiche bildungspolitische Veränderungen bevor wie z.B. zentrale Prüfungen, Schulzeitverkürzung und Ausweitung der Halbtagsschule. Parallel zu einer klaren Vorgabe von Bildungsstandards werden die Schulen aber auch ein höheres Maß an Selbstständigkeit und Eigenverantwortung erhalten. Leitbild und Schulprogramm des Geschwister-Scholl-Gymnasiums machen deutlich, dass die Schule auf diese Veränderungen gut vorbereitet ist und sich den Herausforderungen an die Bildung der Zukunft stellt.
Andreas Niessen, Schulleiter
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