|Schule sucht Sponsoren

von Maria Machnik, 15.04.10, 18:03h

Der Leiter des Pulheimer Gymnasiums hält das Schulgebäude nicht mehr für zeitgemäß. Erwünscht sich flexiblere Lernlandschaften, die auf vielfältige Weise nutzbar sind. Da dies die Kommune in Zeiten knapper Kassen nicht bezahlen kann, sucht er Sponsoren.

PULHEIM Das Ziel ist klar. In den kommenden Jahren möchte Schulleiter Andreas Niessen aus der „Betonschule“ Geschwister-Scholl-Gymnasium, kurz GSG, eine Lernlandschaft entwickeln.
Das ist aus Sicht des Pädagogen in dem 40 Jahre alten Gebäude dringend nötig. „Schule ist im Wandel“, sie orientiere sich immer stärker hin zum Ganztag, auch die Lehr- und Lernmethoden hätten sich in den vergangenen vier Jahrzehnten grundlegend verändert, so Niessen. Der Unterricht sei heute nicht mehr ausschließlich auf den Klassenverband konzentriert. Daher „brauchen wir multiple Lernlandschaften“, sagt er.

Erster Schritt
Da das nicht ohne grundlegende Sanierung möglich ist, die Finanzlage der Stadt für Investitionen aber keinen Spielraum lässt, ist das Geschwister-Scholl-Gymnasium mit 1500 Schülern auf Sponsoren angewiesen. Ein erster Schritt ist getan. Die Schule und das Wirtschaftsgremium Pulheim, dem 26 Firmen angehören, haben nun eine Kooperation ins Auge gefasst.

Gedacht ist an ein Sponsoring „der etwas anderen Art“, das nicht ausschließlich auf Geldspenden basiere, ergänzt der Vorsitzende des Gremiums, der Unternehmer Dieter Wesselow. Es gehe um „Hilfe zur Selbsthilfe“ (Wesselow), aber auch um Leistung und Gegenleistung, wie es Niessen formuliert. „Denn Schule hat junge Experten, die sich mit ihrem Können in die Betriebe einbringen können“, sagt er und nennt als Beispiel das Erstellen eines Imagefilms oder einer firmeneigenen Homepage. Was bislang fehlt, sind die Betriebe, die das Langzeitprojekt „Das GSG blüht“ unterstützen möchten. Um sie für die angestrebte Kooperation zu gewinnen, organisieren das Geschwister-Scholl-Gymnasium und das Wirtschaftsgremium für Mittwoch, 5. Mai, 17 Uhr, in den Räumen der Firma Westo-Hydraulik, August-Euler-Straße 6, in Pulheim-Mitte, einen Kulturtag Schule und Wirtschaft. In den nächsten Tagen wird Wesselow viele Betriebe zu der Auftaktveranstaltung einladen. Die Liste der Sanierungsarbeiten ist lang: So müssten die Akustik in den Räumen verbessert, Wände gestaltet und Bodenbeläge ausgetauscht werden, sagt Niessen. Auch Großprojekte finden sich auf der Liste, wie die Neugestaltung des ehemaligen Möbellagers oder eines Großraumes. „Eine Innenarchitektin hat schon Ideen erarbeitet“, bezahlt habe sie der Förderverein der Schule, sagt Niessen. Sie habe vorgeschlagen, die vorhandene Faltwand zu kürzen, eine Gipskartonwand einzuziehen, die Beleuchtung zu erneuern und die Wände neu zu gestalten. „Für all diese Arbeiten sind Sponsoren notwendig“, sagt Nie[e]ssen.

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