|Brennstoffzellenmobil und Mini-Kläranlage

Kölnische Rundschau 7.5.2005

Landesumweltministerin Bärbel Höhn zeichnete in Jülich "Schulen der Zukunft" aus

„Schule der Zukunft" - so können sich ab sofort das Ville-Gymnasium in Erftstadt, die Friedrich-Ebert-Realschule in Hürth und das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Pulheim nennen. Sie und 13 weitere Schulen zeichnete NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn im Forschungszentrum Jülich mit Zertifikaten aus.

Als so genannte Agenda-Schulen hatten Schüler und Lehrer der drei Schulen Einsatz für soziale, ökonomische, ökologische und globale Projekte gezeigt und präsentierten sich an Ständen mit ihren Ideen.

Insgesamt hatten an der landesweiten Kampagne Agenda 21 in der Schule" 550 Schüler aus 20 Schulen teilgenommen. Die Erftstädter Gymnasiasten präsentierten sich mit einem Brennstoffzellenmobil. Ulfert Aufderheide, Martin Schäbethal und Ulf Eusfelder aus dem PhysikGrundkurs der Jahrgangsstufe elf erklärten: „Unsere Aufgabe war es, ein möglichst effizientes Transportmittel unter Verwendung der Brennstoffzellentechnik zu bauen."

Tom Kampmeier stellte das Prinzip vor: „Die Sonnenenergie wird als Wasserstoff in der Brennstoffzelle gespeichert: Daraus machen wir dann elektrische' Energie" .

Wenige Meter weiter zeigten die Schülerinnen Zeynep Aydin, Naile Aslan, Arzu Okumus.und Maria-Elena Greco aus Hürth ihre Mini-Kläranlage, die Teil des Schulprojektes war. Arzu berichtet: Wir haben aber noch viele andere Sachen an der Schule gemacht. So gab es ein Theaterstück zum Thema Mobbing und Gewalt und ein Projekt mit Brieffreundschaften in Afrika. Ich habe außerdem gelernt, wie wertvoll unser Trinkwasser ist." Mit Sand, Salz und Kaffeesatz verunreinigtes Wasser klärten sie mit Filtern und Aktivkohle.

Christoph Polich aus Pulheim freute sich über die Auszeichnung. Mit neun weiteren Schülern und Lehrer Rudolf Brands engagiert er sich in der außerschulischen TuSch-AG". TuSch steht für Team Umwelt und Schule". Mit unserer Fotovoltaikanlage auf dem Schuldach haben wir schon 40 000 Kilowattstunden eingespart. Zudem trennen die Schüler mittlerweile ihren Müll, so dass wir einen großen Restmüllcontainer einsparen", berichtet er. In jeder Klasse stehen heute drei kleinere Mülleimer statt eines großen Sammelbehälters. „Das Bewusstsein der- Schüler hat sich verbessert", meint Lehrer Brands.

Neben einem Seilgarten und einer Vogelhäuschenaktion schaffte es die AG, alle Klassen zum Stromsparen anzuregen. „Heute sind in den Pausen wirklich die meisten Lampen in den Klassenzimmern aus. Das bringt schon etwas", so Brands.' - Ministerin Höhn lobte den Einsatz an den Schulen: „Das Tolle ist, dass es so viele Ideen gibt,: Es wurden Schulhöfe entsiegelt, Theater gespielt und Gärten gestaltet. Die Schüler lernen hier, praktisch ihr Wissen aus dem Unterricht und darüber hinaus einzubringen."

Ariane Heller
» Seite druckenSeite zuletzt geändert am 07.06.07 23:26 Uhr