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Presse-Echo: KStA Nr.36 (12./13.Feb.2005)

Lernen soll richtig Spaß machen
Das Modell des Pulheimer Gymnasiums macht auch anderenorts Schule

"Ich will es wissen." Dieser Kernsatz des Pulheimer Ressourcenmodells ist inzwischen en im gesamten Regierungsbezirk Köln bekannt.

Vor drei Jahren wurde am Geschwister-Scholl-Gymnasium ein Projekt gestartet, das die alten Lehrmethoden völlig umkrempeln sollte. Oberstudiendirektor, Dr. Heinrich, Biermann: „Mit diesem Modell wollen wir die Eigenverantwortlichkeit und Freiwilligkeit, die Verantwortung, aber auch die Selbstorganisation fördern. Kurzum: Lernen soll Spaß machen."

Die Pulheimer Schule fand in der Wissenschaftlerin Dorle Mesch eine Mitarbeiterin, die das Projekt seit Beginn begleitet. Seit dem vergangenen Jahr hat sie mit Unterstützung der Bezirksregierung eine Ganztagsstelle. Das Interesse an dem "PRM" , wie das Pulheimer Ressourcenmodell genannt wird, sei im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, so Mesch: "Musste ich im Anfang auf die Schüler zugehen und ihnen Vorschläge machen, so kommen sie heute auf mich zu und fordern eine umfassende Förderung ein."

In drei Stufen vertiefen die Schüler ihr Wissen, lernen kreatives Denken und systematisches eigenverantwortliches Arbeiten. Und schließlich setzen sie ihre Kenntnisse in eigenen Projekten um. Ältere Schüler geben ihr Wissen an jüngere weiter. Zu den neuen Angeboten gehören die Wetter-AG, Technikprojekte und eine Theater-AG. Unter Leitung der Theaterpädagogin Susanne Kaenders treten die Schüler in bis zu vier Aufführungen pro Jahr auf. Die Schulleitung bestätigt, dass die Schüler dieser AG im übrigen Unterricht ihre Leistungen verbessern.
Die so genannten Schüler-Coaches (ältere Schüler) werden nach ihrer Ausbildung von Schulpsychologen auch in ihrer weiteren Arbeit begleitet. In der Ausbildung stehen auch Lern-und Zeittechniken sowie Persönlichkeitsstärkung auf dem Stundenplan.-

Nicht nur viele Schulen aus dem Regierungsbezirk haben sich in der Vergangenheit in Pulheim informiert, auch das Interesse von Praktikanten, Referendaren und Studierenden von der Uni ist gestiegen.
Zwölf Praktikanten treten in diesen Tagen in Pulheim an. Betreut werden sie ebenfalls von Mesch.

Das neue Modell, so Biermann, mache nicht nur den Schülern, sondern auch den Lehrern Spaß.

Horst Krieger
» Seite druckenSeite zuletzt geändert am 07.06.07 23:27 Uhr