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01.02.2015:

Autorenlesung mit Jennifer Teege am 28. Januar


Foto: sueddeutsche.de


Am Mittwoch, den 28. Januar 2015 war die deutsch-nigerianische Autorin Jennifer Teege zu Gast im Geschwister-Scholl-Gymnasium. Frau Teege las aus ihrem Buch "Amon - mein Großvatter hätte mich erschossen". Etwa 280 interessierte Personen aller Altersstufen waren der Einladung des Fördervereins der Stadtbibliothek und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums gefolgt, so dass die Study Hall aus allen Nähten platzte.

"Es ist ein Schock, der ihr ganzes Selbstverständnis erschüttert: Zufällig findet Jennifer Teege in der Bibliothek ein Buch über ihren leiblichen Großvater Amon Göth. Millionen Menschen kennen dessen Geschichte aus dem Film «Schindlers Liste», der brutale KZ-Kommandant Göth ist Saufkumpan und Gegenspieler von Oskar Schindler. Jennifer Teege ist die Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers, sie wuchs bei Adoptiveltern auf und hat in Israel studiert. Nun ist sie mit einem Familiengeheimnis konfrontiert, das sie nicht mehr ruhen lässt. Wie kann sie ihren jüdischen Freunden noch unter die Augen treten? Und was soll sie ihren eigenen Kindern erzählen? Jennifer Teege beschäftigt sich intensiv mit der Vergangenheit. Sie trifft ihre Mutter wieder und recherchiert ihre Familiengeschichte, sucht die Orte der Vergangenheit auf, reist nach Israel und nach Polen. Schritt für Schritt wird aus dem Schock über die Abgründe der eigenen Familie die Geschichte einer Befreiung."

Jennifer Teege bewegte und fesselte die Zuhörerinnen und Zuhörer durch ihre authentische Art und ihre klare Sprache, mit der sie über sich, ihre Familie und die Notwendigkeit sprach, die Erinnerung an die Geschichte nicht aufzugeben. Zustimmung und Unterstützung erhielt sie hierbei durch Tamar Dreyfuß, die als jüdisches Mädchen zusammen mit ihrer Mutter nur knapp der Deportation ins Konzentrationslager entkam und die als Zeitzeugin immer wieder zu Gast im Geschwister-Scholl-Gymnasium ist. Die Erinnerung wach zu halten, das sei die Aufgabe der Überlebenden wie der Nachfahren der Tätergeneration.

Wir bedanken uns bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die zum Gelingen dieser Lesung beigetragen haben. Dies gilt insbesondere für die Jakob-Kaiser-Stiftung, den Förderverein der Stadtbibliothek Pulheim sowie den Förderverein des GSG. Weitere Sponsoren der Lesung sind die Druckerei Bonnprint und die Buchhandlung Moeves.

Ein ganz besonderer Dank gilt Nicole Krasemann, Schulsozialarbeiterin am GSG, für die Organisation und Vorbereitung der Lesung.

Einen Pressebericht zur Lesung im Kölner Stadtanzeiger können Sie hier nachlesen.

gsg

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» Seite druckenSeite zuletzt geändert am 12.07.18 14:14 Uhr