|Die Konfrontation in Pulheim blieb aus

ERSTELLT 09.05.08, 07:15h, AKTUALISIERT 09.05.08, 12:56h

PULHEIM. Die Stadt Pulheim glich gestern Nachmittag einem grün-weißen Heerlager. An allen Ecken standen die Einsatzfahrzeuge der Polizei, die man aus Köln, Bonn, Düsseldorf, Aachen und noch einigen anderen Städten zusammen gezogen hatte. Auch die Bundespolizei war präsent, sicherte den Bahnhof, wo die linken Protestler erwartet wurden, die zu einem Aufmarsch durch Pulheim aufgerufen hatten. Doch ihr Erscheinen endete mit einer Überraschung. Versammlungsleiter Marc Meier beendete die Veranstaltung bereits nach fünf Minuten vor dem Bahnhof, weil er die vom Landrat geforderten Auflagen nicht erfüllen konnte. Ein Einspruch beim Kölner Verwaltungsgericht war gegen 17 Uhr abschlägig beschieden worden. „Ich gebe keine Listen mit den Namen meiner Ordner oder Redner heraus“, so Meier, der die Teilnehmer aufforderte, sich an der Veranstaltung des Netzwerk Pulheim im Geschwister-Scholl-Gymnasium zu beteiigen.
Dieser Aufruf zeigte nur geringe Wirkung, zwischen 50 und 100 Linke marschierten in die Innenstadt, immer gut von der Polizei bewacht.
Zur direkten Konfrontation mit den Rechten, die an der Christianstraße der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 in ihrer Art und Denkungsform „gedachten“, kam es nicht. Die Polizei hielt die beiden Gruppierungen auf Distanz. So konnten sie lediglich versuchen, sich gegenseitig mit ihren Parolen niederzubrüllen.
Ein Mitglied der rechten Szene wurde zu Beginn der ansonsten „ruhigen Veranstaltung“ von der Polizei vorläufig festgenommen, da man bei ihm verbotene Symbole fand. Ihn erwartet nach Auskunft der Polizeipressestelle ein Strafverfahren.

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» Seite druckenSeite zuletzt geändert am 13.05.08 21:17 Uhr