|Konfliktherde im Keim erstickt

ERSTELLT 09.05.08, 19:52h

Pulheim - Lediglich eine Festnahme und einige Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs - die Polizeibilanz nach den Veranstaltungen extrem rechter und linker Gruppen am Donnerstagabend in Pulheim fällt positiv aus. In ihrer Taktik, mögliche Konfliktherde durch enorme Präsenz im Keim zu ersticken, sieht sich die Polizei nach dem friedlichen Verlauf bestätigt. Der Einsatz zeige, dass die Polizei im Land Nordrhein-Westfalen gut aufgestellt sei, sagte Landrat Werner Stump.
91 besorgte Bürger hatten sich beim extra eingerichteten Service-Telefon gemeldet. In Gewahrsam nahmen die Beamten einen 19-Jährigen, der ein T-Shirt mit einem verfassungsfeindlichen Symbol trug. Wegen Hausfriedensbruch angezeigt wurden mehrere Jugendliche, weil sie in ein Parkhaus eingedrungen waren und dort ein Transparent ausgerollt hatten.
Als die linken Aktivisten nach der Absage ihrer offiziellen Kundgebung Richtung Gymnasium gingen, hatte die Polizei für einen Moment nicht aufgepasst: Statt geradeaus Richtung Schule zu gehen, konnten die Jugendlichen ungehindert nach rechts Richtung Treffen der Rechten laufen - als die Beamten dies bemerkten, stellten sie zwei Einsatzwagen quer und blockierten den Weg Richtung Konfrontation. (uk)

http://www.ksta.de/jks/artikel.jsp?id=1209912065671

Copyright 2008 Kölner Stadt-Anzeiger. Alle Rechte vorbehalten.
» Seite druckenSeite zuletzt geändert am 13.05.08 21:22 Uhr