|Warmes für knurrenden Magen

von Maria Machnik, 20.08.08, 18:47h

An den "Langtagen" im Gymnasium und an der Realschule müssen die Schülerinnen und Schüler nicht darben. Den provisorischen Speisesaal soll eine Mensa ablösen. Derzeit kalkuliert die Verwaltung die Kosten.

PULHEIM Das Geschwister-Scholl-Gymnasium und die benachbarte Marion-Dönhoff-Realschule gehen einen weiteren Schritt in Richtung Ganztagsschule.
Am Montag ist das Projekt „Langtag“ gestartet. Das heißt: An zwei Tagen in der Woche haben Gymnasiasten montags und mittwochs, Realschüler wiederum dienstags und donnerstags, nachmittags Unterricht. Da der Schultag bis 16 Uhr dauert, müssen sich die Schüler nicht mit einem Snack mal zwischendurch über Wasser halten.

In den „Langtag“ ist eine einstündige Mittagspause eingebaut, und ein warmes Essen gibt es auch. Die warme Mahlzeit serviert die Firma „Kinder-Cater - Menüs für halbe Portionen“ all den Schülern, die für die Menüs angemeldet sind. Im Gymnasium sind das zurzeit an die 80, in der Realschule rund 40 Schüler, sagt Petra Gobelius, Inhaberin der Firma „Kinder-Cater“.

Hinzu kommen die 50 Gymnasiasten und Realschüler der Jahrgangsstufen fünf und sechs, die unter dem Stichwort „Offener Ganztag“ für eine gemeinsame Nachmittagsbetreuung angemeldet sind. Die gemischte Gruppe nimmt das Essen gemeinsam in einem Gruppenraum im Gymnasium ein. Der Rest hingegen isst in der kleinen Cafeteria und im angrenzenden Foyer zu Mittag, das bei Bedarf mit Tischen, Stühlen und einer mobilen Essensausgabe in einen Speisesaal umfunktioniert wird. Im November wird die Nachfrage nach einem warmen Mittagessen noch mal steigen. Dann beginnen für die Gymnasiasten der Jahrgangsstufen sieben und acht die nachmittäglichen Förder- und Profilkurse.

Ein Langtag ist für Gymnasiasten und Realschüler seit Anfang der Woche Pflichtprogramm. Einzig die Schüler am Geschwister-Scholl-Gymnasium, die nun in der achten Klasse sind, müssen zwei lange Schultage pro Woche hinter sich bringen. Denn sie sind die ersten, die 2013 nach zwölf Schuljahren das verkürzte (Turbo-)Abitur machen. Da Schulleiter Andreas Niessen und die Lehrer den Schulalltag entzerren und den Gymnasiasten Freiräume bieten möchten, können sie die Stunde für andere Aktivitäten nutzen. Im Angebot sind „Sport und Bewegung“ in der Turnhalle oder im Freien auf dem Beachvolleyballfeld und auf der Streetball-Anlage. Aufsicht führen übrigens die Sporthelfer, also Schüler ab Klasse acht, die für die Aufgabe ausgebildet sind.

Wer es lieber ruhiger angeht, der kann sich in die frisch renovierte Schulbibliothek mit 28 Computer-Arbeitsplätzen und entspannen oder sich auf die eineinhalb Stunden Nachmittagsunterricht vorbereiten. Rückzugsmöglichkeiten bieten sich auch im Schulgebäude, in den Klassen oder in der Pausenhalle. Wie lange sich die Schulen mit der provisorischen Essensausgabe in der Pausenhalle behelfen müssen, das ist noch unklar. Zurzeit kalkuliert das Immobilienmanagement die Kosten für eine gemeinsame Mensa.

An vier Tagen in der Woche verwandelt sich die Pausenhalle im Geschwister-Scholl-Gymnasium mittags in einen Speisesaal. BILD: BEISSEL

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