|\"Das war ein schöner Erfolg\"

in rhein-erft-online.de
von Maria Machnik, 17.03.09, 18:15h

Das Konzept der Gedenkstätte Brauweiler scheint aufzugehen, so jedenfalls das Fazit der ersten fünf Monate. Die Dauerausstellung zum Beispiel spricht ganz unterschiedliche Zielgruppen an.

PULHEIM-BRAUWEILER Groß war das Gedränge in der Gedenkstätte Brauweiler, die in einem Bürogebäude des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) untergebracht ist: Rund 200 Besucher schauten sich zum Auftakt der ersten Sonderausstellung „Körperfragmente“ die Arbeiten von 26 Zwölftklässlern des Leistungskurses Kunst am Geschwister-Scholl-Gymnasium Pulheim an.
Auch die Dauerausstellung „Die Arbeitsanstalt Brauweiler 1933 bis 1945“ der Historiker Josef Wißkirchen und Hermann Daners im Frauenhaus der ehemaligen Arbeitsanstalt weckte das Interesse der Besucher. „Das Feedback war sehr positiv. Das war ein schöner Erfolg“, sagt Dr. Christine Hartmann, wissenschaftliche Referentin im LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum Abtei Brauweiler.

Zufrieden ist die LVR-Mitarbeiterin auch mit den letzten fünf Monaten, die seit der Eröffnung der „Gedenkstätte Brauweiler“ vergangen sind. Das Konzept, das der LVR und die Historiker Wißkirchen und Daners verfolgen, scheint aufzugehen. Ziel sei es, mit der dokumentarischen Ausstellung in Kürze darzustellen, was in den Jahren 1933 bis 1945 geschah. Das Ganze geschehe an einem authentischen Ort, also in den Zellen, in denen Inhaftierte gequält wurden. Die Räume sind - in Abstimmung mit der LVR-Denkmalpflege - im Nachkriegszustand belassen worden. „Das Angebot wird sehr gut angenommen“, erklärt Hartmann.

Die Ausstellung spreche „ganz unterschiedliche Zielgruppen“ an: „Viele kommen aus der direkten Umgebung, einige von weiter her.“ Auch bei Schülern aus der Umgebung, die sich zu Führungen anmelden können, um Geschichte aus dem Lehrbuch an einem authentischen Ort zu erleben, finde die Ausstellung großen Anklang. Bei den Besuchen hätten sie gemerkt, „wie stark Schüler durch die Begegnung mit dem Ort emotional berührt werden“.

Die Ausstellung „Körperfragmente“ in der LVR-Gedenkstätte, Von-Werth-Straße, ist bis Samstag, 11. April, dienstags, 16 bis 18 Uhr, und samstags, 15 bis 17 Uhr, zu sehen. Führungen durch die Dauerausstellung organisiert das LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum Abtei Brauweiler, 02234 / 9854302.

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