|Chengdu - die Stadt unserer Partnerschule

Nachdem wir den Morgen in der Schule verbracht hatten, fuhren wir mit den Austauschschülern zur weltweit einzigartigen Panda Aufzuchtstation. Schon am Eingang wimmelte es nur so von Pandabären, wir sahen sie auf Plakaten und auf Kreisverkehren. Doch es gab im Parknatürlich auch lebende Exemplare zu sehen. Der erste den wir sahen war leider hinter Glas, und daher leider schwer zu erkennen, doch schon hier waren wir begeistert.
Nach einer kleinen Tour durch den schön angelegten Park, in dem es an Bambus nicht fehlt, trafen wir auf vier weitere Pandas. Diesmal unter freiem Himmel und schwer beschäftigt mit fressen. Und zwar kiloweise Bambus.
Fasziniert durch die Fresstechnik und natürlich auch entzückt über die (wie wir uns alle einig waren) unglaublich süßen Bären, machten wir unheimlich viele Fotos und Videos.
Doch es wurde sogar noch besser, denn später konnten wir kleine neugeborene Pandababys bewundern die hinter Glas auf einem großen Bett schliefen und dort aufgezogen und versorgt wurden. Fotos waren hier leider nicht erlaubt.
Am nächsten Tag machten wir und wieder zusammen mit den Austauschschülern auf um einen Tempel zu besuchen. Schon am Eingang gab es eine tolle Attraktion: Ein großes Schriftzeichen war auf eine Wand gemalt, und wenn man es schaffte mit geschlossenen Augen und ausgestreckter Hand auf jenes zuzugehen, und dann zu berühren, sollte man Glück und ein langes Leben haben. Natürlich haben wir es alle nach einem oder mehreren Anläufen geschafft!
Zum Mittagessen gingen wir dann in ein Hot Pot Restaurant, um das typische Gericht Chengdus zu probieren. Der Hot Pot ist ein Topf gefüllt mit scharfer Chilisoße, (wahlweise auch mit milder Soße) die zum kochen gebracht wird. Dann kann man, wie bei einem Fondue, Fleisch oder Gemüse kurz mit Stäbchen hineinhalten, was bei glitschigeren Dingen gar nicht so einfach ist.
Dennoch (oder vielleicht gerade deshalb) hatten wir viel Spaß beim essen und es schmeckte fast allen auch richtig gut.
Am darauffolgenden Tag waren wir im deutschen Generalkonsulat von Chengdu eingeladen. Im „Western Tower“, von dem man einen herrlichen Blick über die 10 Millionen Stadt Chengdu hat, wurden wir vom Generalkonsul empfangen, mit dem wir über die Aufgabe des Konsulats, aber auch über chinesische und deutsche Verhaltensweisen sprachen.
Am Nachmittag blieben wir in Chengdu City und gingen mit unseren Austauschschülern auf der Haupeinkaufsstraße shoppen und gingen sogar in ein „Scary House“, in dem wir von verkleideten Kaufhausmitarbeitern erschreckt wurden.
Am vorletzten Tag, den wir in Chengdu verbracht haben, waren wir beim Haus des berühmten chinesischen Dichters Dufu, der in Armut lebte, und erst nach seinem Tod bekannt wurde.
Danach konnten wir wieder einkaufen gehen auf der Jinli Road, die traditionell chinesisch gebaut ist und wo man auch viele interessante Sachen finden kann. Zu unsere Hauptattraktionen gehörte ein Stand, an dem man für 30 Cent an einem Rad drehen konnte. Je nach dem auf welches Tier es gezeigt hat (zB. Libelle, Drache) zauberte der Verkäufer aus karamellisiertem Zucker eben jenes Tier.
An den vielen Essensständen der Jinli Road konnten wir noch viele andere Köstlichkeiten zum Mittagessen genießen.
Am leider schon letzten Tag fuhren wir nach der Verabschiedung in der Schule in eine Stadt mit 4000 jähriger Geschichte. Dort konnten wir beobachten, wie die Leute in China in kleineren Städten leben. Mehrere ließen sich sogar dazu hinreißen eine Made oder einen Käfer zu probieren.
Später spazierten wir noch auf einen kleinen Berg in der nähe der Stadt, wo einer der Deutschlehrer einen kleinen Hund „adoptierte“ dem wir den Namen Lisa gaben.
Dann mussten wir uns auch leider schon von Chengdu verabschieden, und aufbrechen zu unserem nächsten Reiseziel Qingdao.

Anna Erbar

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» Seite druckenSeite zuletzt geändert am 17.01.14 23:32 Uhr