|Bereiche im Schulgarten

Der vollständig eingezäunte Garten ist ca. 40 m lang und ca. 30 m breit, er hat damit eine Größe von etwa 1200 m2. An zwei Seiten ist er begrenzt durch eine Hecke, die anderen beiden Seiten sind offen einsehbar, am Zaun wachsen verschiedene Kletterpflanzen.

Arbeits- und Untersuchungsbereiche sind

Zum Entspannen gibt es einige Bänke, Ruhe und viele schöne Ausblicke.

Die Trockenmauer
Die Mauer ist nach Süden ausgerichtet, so dass sie fast den ganzen Tag von der Sonne beschienen wird. Sie ist aufgebaut aus Natursteinen, die ohne Mörtel aufeinander gesetzt sind und steht vor einem Erdwall. Der Raum zwischen Erdwall und Mauer ist aufgefüllt mit einem nährstoffarmen Gemisch aus viel Sand und wenig Erde, hier wachsen Pflanzen, die Sonne lieben und Trockenheit ertragen können.
Der Teich
Der Teich wurde ohne Folie angelegt, nach unten ist er abgedichtet durch eine dicke Tonschicht. Umgeben ist er von Weiden, die jedes Jahr beschnitten werden, damit sie nicht zu sehr wuchern und den Teich beschatten. Leider blühen sie dadurch auch nie. Die Weidenzweige werden für einen Flechtzaun verwendet, der den Teich vom restlichen Garten etwas abtrennt. Einige Weidenzweige sind so zusammengebunden, dass sie einen Tunnel bilden, unter dem es sich an heißen Tagen gut aushalten lässt.
Die Kräuterspirale
Eine Mauer aus Ziegelsteinen (mit Mörtel) wurde spiralförmig so aufgebaut, dass das Beet zur Mitte hin immer höher wird. Am unteren Ende befindet sich ein Feuchtbiotop. Gefüllt wurde die Spirale mit magerem Boden. Hier sind intensiv duftende Küchenkräuter angepflanzt, die sich nach ihren jeweiligen Standortansprüchen bezüglich Licht und Feuchtigkeit entwickeln.
Der Beetgarten
Sieben kleine und zwei große Beete werden von der Schulgarten-AG oder von Schulklassen in jedem Jahr neu bepflanzt. Hinsichtlich der Nutzung können die Schülerinnen und Schülern hier ihrer Kreativität freien Lauf lassen. In den Randstreifen sind zahlreiche Zwiebeln von Frühblühern gesteckt, die ab März einen wunderbaren Anblick bieten. Um alle Pflanzen vor Kaninchenfraß zu schützen, ist dieser Bereich des Gartens noch einmal eingezäunt. An der Außenseite dieses Zauns haben wir Beerensträucher gepflanzt.
Das Staudenbeet
Stauden sind Pflanzen, deren oberirdische Teile im Winter absterben. In dieser Jahreszeit sieht dieses Beet daher sehr kahl aus, im Sommer dagegen entwickelt sich hier eine wahre Blütenpracht. Wir haben versucht, solche Pflanzen hier anzusiedeln, die zu verschiedenen Jahreszeiten blühen, die für Insekten oder Vögel nützlich sind und die verschiedenen Pflanzenfamilien angehören, so dass ein breites Spektrum an Pflanzen auch für unterrichtliche Zwecke vorhanden ist. Leider sind uns bei der Auswahl der Pflanzen Grenzen gesetzt durch die Nahrungsvorlieben der Kaninchen, die sich auf dem ganzen Schulgelände und besonders gerne im Garten aufhalten.
Die Wildwiese
Wie eine ovale Insel liegt die Wildwiese mitten im Garten. Sie ist dadurch entstanden, dass in diesem Bereich das Gras nur noch einmal im Jahr gemäht wird. Von Gehwegplatten umgeben und von einem Apfel- und einem Pflaumenbaum an je einem Ende begrenzt dürfen hier die so genannten Unkräuter wachsen, die die Biologen allerdings Wildkräuter nennen und von denen jedes auch einen Namen hat. Langfristig wird durch sanfte Eingriffe das Gras etwas zurückgedrängt, damit die blühenden Kräuter sich besser behaupten können.
Die Waldecke
Angrenzend an die Hecke wird ein Bereich für Waldpflanzen errichtet. Hier scheint die Sonne erst am Nachmittag, so dass die eher Schatten liebenden Pflanzen gedeihen können. Schmale Wege aus Rindenmulch führen durch das Wäldchen, alle Pflanzen sind dadurch gut erkennbar und erreichbar.
Das Insektenhotel
Ein Holzhaus mit Ziegeldach und mehreren Etagen gibt den solitär (einzeln) lebenden Wildbienen die Möglichkeit, sich fortzupflanzen. Verschiedene Wohnungen sind eingerichtet, um die Eier aufzunehmen, die sich hier zu ausgewachsenen Bienen entwickeln.
Das Gewächshaus
Pflanzen, für die es im Frühjahr noch zu kalt ist, um direkt ins Beet ausgesät zu werden, werden im Gewächshaus in Schalen oder Töpfen vorgezogen bis sie ins Freie können. Die durchsichtigen Kunststoffwände bewirken im Inneren des Gewächshauses eine wesentlich höhere Temperatur als außerhalb. Durch zwei Fenster kann die Belüftung reguliert werden.
Arbeitstische für Schulklassen
Fest einzementiert ist eine Bank mit dazugehörendem Tisch in einer Ecke des Schulgartens. Hier haben etwa 20 Kinder Platz. Zwei Biertischgarnituren mit Sitzgelegenheiten für weitere 12 bis 16 Kinder können zusätzlich aufgestellt werden. Da auch die bereits vorhandenen Ruhebänke genutzt werden können, gibt es genügend Arbeitsplätze für eine ganze Klasse.
Seite zuletzt geändert am 17.01.14 23:14 Uhr